Tod, du wirst dich nicht fürchten: Die Geschichte über Petr Lébl

Radka Denemarková: Smrt nebudeš se báti, aneb příběh Petra Lébla. Host, 2008.Originaler Titel: Smrt, nebudeš se báti aneb příběh Petra Lébla
Genre:
Seitenzahl: 648
Veröffentlichungsjahr: 2008
Verlag: Host
ISBN: 978-80-7294-288-6
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Dokumentarischer Roman über Petr Lébl – Theaterregisseur, Bühnenbildner, Schauspieler und ehemaligen künstlerischen Direktor des Theaters Divadlo Na Zábradlí.

Magnesia-Litera-Preis in der Kategorie Sachbuch.

Das Buch über Petr Lébl (1965–1999), an dem der Autor mehrere Jahre lang gearbeitet hat, ist der Versuch einer Art Monografie über den Theaterregisseur, Bühnenbildner, Schauspieler und ehemaligen künstlerischen Leiter des Theaters Divadlo Na Zábradlí. Gleichzeitig ist es aber auch ein Versuch, das Leben eines unglücklichen jungen Mannes und die Zeit, in der er lebte, nachzuzeichnen. Das Buch ist also nicht nur die Geschichte von Lébls Theaterarbeit: Es erfasst die Veränderungen in der zeitgenössischen Wahrnehmung von Theater und Kunst in einem breiteren Kontext, sondern es ist auch eine Chronik der Wende vom 20. zum 21. Eine Zeit, die Lébl ins Rampenlicht katapultierte. Denemarková stellt aber auch die Frage, ob dies nur eine „Blase! war, die nach den trostlosen und ideologisch kompromisslosen Jahren entstand, oder ob etwas Wesentliches von Lébls kontroverser Arbeitsweise bis heute überlebt hat. Er schreckt auch nicht vor der extremen These zurück, ob Lébls unverwechselbares und schwer fassbares „Bild“ „bemerkenswerter“ war als das Werk selbst.

Auszeichnungen

2009 MAGNESIA-LITERA-PREIS das beste Buch in der Kategorie Journalismus

JOSEF-ŠKVORECKÝ-PREIS (Roman Tod, du wirst dich nicht fürchten: Die Geschichte über Petr Lébl)

2009 in der Meinungsumfrage der Lidové noviny erwähnt BUCH DES JAHRES 2009 (Viola Fischerová)

Aus der Begründung der Jury

Radka Denemarkovás Buch „Tod, du wirst dich nicht fürchten: Die Geschichte über Petr Lébl“ liest sich wie ein großer Roman, aber der Kern ist rein journalistisch. Auf der Grundlage von Korrespondenz, Tagebüchern, Zeitdokumenten, eigenen Erlebnissen und Erinnerungen von Zeitzeugen hat die Autorin eine Art umfassende biografische Reportage geschaffen, in der sie sich nicht nur mit dem Schicksal des begnadeten Theaterregisseurs, sondern auch mit den Veränderungen der Zeitatmosphäre von Mitte der 1980er bis Ende der 1990er Jahre eingehend beschäftigt. Das Bild der jüngeren Geschichte ergibt sich hier sowohl aus der Biografie des Künstlers als auch aus der Interpretation seiner Bühnenwerke, in denen sich der Zeitgeist in poetischen und künstlerischen Abkürzungen, freien Assoziationen und Metaphern widerspiegelt. Darüber hinaus spielt das Buch auch mit dem zeitlosen Thema einer ausgeprägten Persönlichkeit, deren außergewöhnliche Ausstrahlung und Fähigkeiten in gewisser Weise mit einer psychischen Störung zusammenhängen. Dabei ist es der Autorin gelungen, einen romantisierenden und einen kritischen Ansatz sensibel miteinander zu verbinden: Sie hat das Problem nicht vereinfacht, sondern es in seiner ganzen Widersprüchlichkeit hervortreten lassen. Der Text zeigt auch, wie lange und mühsam sie nach einer geeigneten Form für den Leblanc-Stoff gesucht hat. Vielleicht ist das der Grund, warum sie ein wirklich außergewöhnliches Werk geschaffen hat, das in diesem Land seinesgleichen sucht.Magnesia-Litera-Preis Jury

Aus Buchbesprechungen

Man könnte es als ein ungewöhnliches, auf Tatsachen beruhendes Zeugnis eines doppelten Kampfes um die eigene Identität lesen: zunächst den Kampf der Hauptfigur des Romans, und später, tiefer im Text, auch den Kampf der Autorin selbst.Viola Fischerová, in der Meinungsumfrage der Lidové noviny BUCH DES JAHRES 2009

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Ausländische Ausgaben

  • Rechte verkauft:
    Slowenien: KUD Police Dubove – for 2019